Boule
Boule heißt auf deutsch schlicht und einfach "Kugel".
Im Laufe der Zeit entwickelten sich vor allem in Frankreich verschiedene Kugelspiele.
Die populärste Variante dieser "Jeux de Boules" ist Pétanque, das auch in Deutschland gespielt wird.
Spielanleitung
Petanque oder Boule ist von den artverwandten Kugelspielen das am meist verbreitetste. In den letzten Jahren ist das aus Südfrankreich stammende Spiel auch in Deutschland immer häufiger anzutreffen. Es gibt mittlerweile ca. 150 Petanquevereine mit ca. 3000 organisierten Spieler/innen in Deutschland.
Gespielt wird mit Eisenkugeln, die einen Durchmesser von 7,05 bis 8,00 cm und ein Gewicht von 650 bis 800 Gramm haben. Nur auf den ersten Blick sehen alle Kugeln gleich aus. Sie unterscheiden sich jedoch durch Gravuren, die aus Nummern und Buchstaben bestehen.
1 Satz Kugeln besteht aus 3 Kugeln.
Boule wird überwiegend im Freien gespielt, fast jeder Boden ist geeignet.Auch die Jahreszeit spielt eine untergeordnete Rolle (z. B. sog. Glühwein- , oder Nikolausturnier ).
Es spielen immer zwei Teams gegeneinander :
Tete a tete: 1 Spieler gegen 1 Spieler, mit je 3 Kugeln
Doublette: 2 Spieler gegen 2 Spieler, mit je 3 Kugeln
Triplette: 3 Sieler gegen 3 Spieler, mit je 2 Kugeln
Spielablauf:
Aus einem Wurfkreis wird das sog. "Schweinchen" (Zielkugel aus Holz, ca 25-35mm Durchmesser) auf eine Entfernung von 6 - 10 Metern ausgeworfen. Mannschaft A beginnt nun ihre erste Kugel möglichst nahe ans Schweinchen anzulegen. Jetzt ist Mannschaft B dran und versucht nun ihre Kugel noch näher ans Schweinchen zu bringen. Gelingt ihr dies nicht, muß sie so lange weiterspielen, bis sie besser ist, oder alle 6 Kugeln gelegt ( bzw. verlegt ) wurden. Hat eine Mannschaft keine Kugeln mehr versucht natürlich das gegnerische Team sein Kugeln so zu plazieren, dass sie näher an der Sau liegen, als die am Nächsten der anderen Mannschaft. Wenn alle Kugeln beider Mannschaften gespielt wurden, können die Punkte ermittelt werden. Jede Kugel, die dem Schweinchen näher liegt als die Bestplazierte des Gegners zählt einen Punkt. In einem Durchgang werden also mind. 1 Punkt (wenn die zweitnächste Kugel die eines Gegners ist),und im Extremfall 6 Punkte (wenn eben alle Kugeln besser plaziert sind als die beste des Gegners) erreicht werden. Die Mannschaft, die den Durchgang gewonnen hat, beginnt den nächsten wie vorher beschrieben. Das Spiel ist beendet, wenn ein Team 13 Punkte erzielt hat.
Natürlich gibt es verschiedene Legetechniken. Nicht zu vergessen ist auch das Schießen. Hier benutzt der "Schießer " der Mannschaft seine Kugel, um eine gegenerische Kugel förmlich aus dem Geschehen zu katapultieren. Neben der Technik ist die Taktik, die dem Spiel die Würze gibt, genauso wichtig.
Hört sich kompliziert an ??? Ist aber eigentlich ganz einfach, deshalb spielen es auch schon Kinder und manch Senior bis ins hohe Alter! Es macht richtig viel Spass, deshalb einfach mal selbst ausprobieren!!!

